#3 - Der blinde Passagier
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:00: Stell dir vor, ein Flugzeug hebt ab.
00:00:05: Die Triebwerke dröhnen der Boden entfernt sich immer weiter Tausende Meter über die Erde Temperaturen von minus fünfzig Grad und kaum Sauerstoff Und irgendwo dort draußen nicht in der Kabine sondern im Fahrwerk Klammert sich ein Mensch fest.
00:00:32: Ohne Schutz, ohne Ausrüstung und irgendwie überlebt er!
00:00:56: Damit herzlich willkommen beim Airport Stories Podcast den unglaublichsten verrücktesten und manchmal kaum vorstellbaren Geschichten von den Flughäfen dieser Welt.
00:01:08: Mein Name ist Lukas und ich freue mich sehr dass ihr auch heute wieder mit dabei seid.
00:01:13: Wenn euch dieser Podcast gefällt, vergesst bitte nicht diesen Podcast auch zu abonnieren oder mir eure eigenen unglaublichen Airport Stories zu schicken.
00:01:23: Ihr erreicht mich dafür unter der E-Mail Adresse airportstories.podcast at gmail.com oder über meine Instagramseite per dm airport.stories.
00:01:38: Ja und heute geht es um etwas das so extrem ist dass es fast unmöglich klingt Menschen, die versuchen als blinde Passagiere zu fliegen im Fahrwerk eines Flugzeugs.
00:01:52: Für solche Fälle gibt es sogar einen eigenen offiziellen Begriff in der Luftfahrt.
00:01:58: man nennt diese Person Stowaways also blinde Passagiere.
00:02:03: Dieser Begriff kommt aus dem Englischen To stow away und bedeutet so viel wie sich heimlich verstecken oder sich unbemerkt einschleusen.
00:02:14: Ursprünglich kommt dieser Begriff aus der Seefahrt, Menschen die sich auf Schiffen versteckt haben um ohne Ticket zu reisen.
00:02:22: Später wurde dieser Begriffe dann einfach auf Flugzeuge übertragen.
00:02:27: Auch Organisation wie die International Civil Aviation Organization verwenden genau diesen Begriff und auch wenn das Wort fast harmlos klingt steckt dahinter oft eine Geschichte die alles andere als harmlos ist.
00:02:49: Um zu verstehen, wie absurd diese Geschichten sind müssen wir kurz verstehen worüber wir hier sprechen.
00:02:56: Das Fahrwerk eines Flugzeugs ist der Bereich in dem sich die Räder befinden.
00:03:02: Beim Start werden sie eingefahren und genau dort bleibt ein Hohlraum zurück Kein Sitz kein Platz keine Sicherheit nur Metall Kabel und Mechanik.
00:03:18: Und ein Raum, der nicht dafür gemacht ist dass ein Mensch dort ist.
00:03:24: Was passiert beim Flug?
00:03:26: Sobald einen Flugzeug abhebt beginnt ein Wettlauf gegen den Körper.
00:03:31: Die Temperatur singt rapide auf bis zu minus fünfzig Grad.
00:03:37: Gleichzeitig fällt der Sauerstoffgehalt drastisch.
00:03:42: In der Kabine wird das reguliert, aber im Fahrwerk gibt es nichts.
00:03:48: Kein Druck – keine Heizung!
00:03:51: Oder kurz gesagt, der menschliche Körper ist einfach nicht darauf ausgelegt.
00:03:56: Die meisten Menschen verlieren innerhalb von Minuten das Bewusstsein und genau deshalb überleben die meisten diesen Versuch nicht.
00:04:07: Und jetzt kommt die Frage, die man sich automatisch stellt… Warum würde jemand so etwas überhaupt tun?
00:04:15: Die Antwort dahinter ist oft tragisch.
00:04:19: Denn viele dieser Fälle sind Menschen, die verzweifelt versuchen ein anderes Leben zu erreichen ohne Visa, ohne Geld oder andere Möglichkeiten.
00:04:32: Der Flughafen wird dann zum letzten Ausweg und das Flugzeug zur einzigen Chance.
00:04:48: Lasst uns nun direkt in die Fälle eintauchen.
00:04:51: Es gab mehrere dokumentierte Fälle, aber einer davon ist besonders bekannt.
00:04:57: Ein junger Mann schafft es unbemerkt auf das Rollfeld zu gelangen.
00:05:01: Er versteckt sich im Fahrwerk eines Flugzeugs kurz bevor es startet.
00:05:07: Niemand bemerkt ihn.
00:05:10: Das Flugzeug hebt ab.
00:05:13: Minuten später befindet er sich in einer Umgebung, die eigentlich nicht überlebbar ist.
00:05:20: Extreme Kälte, Sauerstoffmangel und völlige Dunkelheit.
00:05:26: Stunden vergehen Und dann landet das Flugzeug.
00:05:31: Das Fahrwerk fährt aus und plötzlich fällt ein Mensch auf das Rollfeld und lebt.
00:05:39: Unser erster konkreter Fall heute, der Junge aus Kalifornien.
00:05:45: Wir springen in das Jahr zwei Tausend vierzehn.
00:05:49: Ein fünfzehnjähriger Junge steht allein am San José International Airport.
00:05:55: Kein Gepäck kein Ticket nur ein Gedanke weg hier.
00:06:02: Er ist noch ein Kind aber sein Leben ist alles andere als leicht Probleme zu Hause, Konflikte.
00:06:13: Und irgendwann entsteht diese Idee Einfach verschwinden Neu anfangen Irgendwo weit weg.
00:06:24: Sein Ziel ist Hawaii ein Ort den er wahrscheinlich nur aus Bildern kennt Sonne Freiheit ein anderes Leben.
00:06:36: Für ihn isst das aber kein Urlaubsort sondern eine Flucht.
00:06:42: Er schafft es irgendwie durch die Sicherheitsbereiche, er überwindet Zäune, umgeht Kontrollen und plötzlich steht er da auf dem Rollfeld allein zwischen Flugzeugen.
00:06:59: Er sieht eine Maschine der Hawaiian Airlines Ziel Maui Und in diesem Moment trifft er eine Entscheidung, die alles verändert.
00:07:11: Er klettert in das Fahrwerk.
00:07:14: Wartet!
00:07:16: Das Flugzeug startet... Dann innerhalb weniger Minuten extreme Kälte kaum Sauerstoff.
00:07:24: Sein Körper hält es nicht lange aus.
00:07:28: Er verliert das Bewusstsein und bleibt dort stundenlang.
00:07:34: Das Flugzeug landet irgendwann auf Maui und das Fahrwerk öffnet sich.
00:07:40: Und dort liegt ein Junge, regungslos!
00:07:44: Flughafenmitarbeiter entdecken ihn... ...und dann passiert etwas womit niemand gerechnet hat.
00:07:51: Der Junge lebt Er wacht auf, desorientiert, verwirrt aber am Leben.
00:07:59: Ärzte untersuchen ihn und können es kaum glauben.
00:08:03: Keine schweren Schäden, kein bleibender Schaden.
00:08:07: Die wahrscheinlichste Erklärung hierfür?
00:08:09: Sein Körper ist in ein extrem Überlebensmodus gegangen.
00:08:14: Hypothermie – eine Art Runterfahren um Energie zu sparen.
00:08:20: und genau das hat ihn gerettet!
00:08:23: Und jetzt kommt der Teil der diese Geschichte besonders macht.
00:08:30: Er wollte einfach nur weg.
00:08:36: Weg von seiner Situation, von seinem Leben und für einen Moment hat er geglaubt dass ein Flugzeug ihn retten kann.
00:08:45: Diese Geschichte hier endet anders als viele andere mit einem Überleben Mit einer zweiten Chance Aber sie beginnt genauso wie alle anderen Mit einem Menschen der kein Anderen Ausweg mehr sieht.
00:09:03: Und genau das ist mir wichtig, eben das zu sagen.
00:09:06: Die meisten dieser Geschichten enden nicht gut.
00:09:11: Viele Menschen sterben noch während des Flugs oder fallen sogar während des Landeanflugs aus dem Flugzeug.
00:09:18: Es ist eine der gefährlichsten Arten zu reisen die man sich vorstellen kann.
00:09:24: Diese Geschichten sind extrem aber sie zeigen etwas sehr Menschliches nämlich wie weit Menschen gehen, wenn sie keine andere Option mehr haben.
00:09:36: Und eben auch wie ein Ort also der Flughafen, der für die meisten von uns Routine ist für andere die letzte Hoffnung sein kann.
00:09:51: und es gibt leider viele unzählige weitere Fälle.
00:09:55: Menschen, die beim Landeanflug aus dem Flugzeug gefallen sind oder eben auch nie entdeckt wurden.
00:10:02: diese Geschichten zeigen Dieser eine Fall ist die Ausnahme, nicht die Regel.
00:10:10: Hier nun ein zweiter echter und dramatischer Fall der Junge aus Guinea einer der tragischsten und bekanntesten Fälle.
00:10:21: wir springen ins Jahr nineteenhundertneunzig.
00:10:25: zwei Jugendliche stehen an einem Flughafen in Kongakri.
00:10:30: Sie sind jung voller Träume Und sie haben eine Idee.
00:10:36: Sie wollen nach Europa, nicht mit einem Ticket sondern im Fahrwerk eines Flugzeugs.
00:10:44: Einer von ihnen ist Yagin Koita der andere Fodé Thuncara zwei Freunde, zwei Jugendliche die an eine bessere Zukunft glauben.
00:10:58: Sie wachsen beide in schwierigen Verhältnissen auf kaum Perspektiven, kaum Chancen und sie sehen Europa als Hoffnung.
00:11:09: Als ein Ort an dem alles möglich ist Bildung, Chancens, Zukunft.
00:11:16: Bevor Sie losgehen schreiben Sie einen Brief Ein Brief an Europa An die Menschen dort.
00:11:26: Darin bitten sie um Hilfe Um Bildung um eine Chance.
00:11:31: Sie schreiben sinngemäß, wir leiden sehr in Afrika.
00:11:35: Helfen sie uns!
00:11:37: Wir wollen
00:11:37: lernen.".
00:11:39: Sie schaffen es tatsächlich auf das Rollfeld.
00:11:43: Finden ein Flugzeug mit Ziel Brüssel und verstecken sich im Fahrwerk – genau wie die anderen Fälle.
00:11:54: Das Flugzeug startet, die Temperatur fällt der Sauerstoff verschwindet Bedingungen, die normalerweise kein Mensch überleben kann.
00:12:05: Stunden später landet das Flugzeug in Brüssel Das Fahrwerk fährt aus und dort findet man die beiden Sie haben diesen Flug nicht überlebt.
00:12:18: In ihrer Tasche findet man den Brief Den Brief an Europa Und plötzlich wird klar Das war keine verrückte Aktion, sondern ein verzweifelter Versuch.
00:12:32: Ein Versuch gehört zu werden!
00:12:35: Ja diese Geschichte ist schwer – aber sie zeigt etwas das man nicht ignorieren kann.
00:12:43: Für uns ist ein Flug Alltag.
00:12:47: Für andere ist er die einzige und letzte Hoffnung.
00:12:59: Und jetzt zur Frage, die man sich wahrscheinlich die ganze Zeit schon stellt….
00:13:04: Wie kommt man überhaupt so weit?
00:13:06: Wie schafft es jemand vom Terminal bis direkt an ein Flugzeug.
00:13:12: Flughäfen sind schließlich Hoch-Sicherheitszonen mit Kameras, Zäunen, Sicherheitskontrollen und ja das sind sie wirklich aber Sie sind auch riesig!
00:13:25: Mit tausenden Mitarbeitern Fahrzeugen Lieferungen Und genau da entstehen kleine Lücken.
00:13:34: In vielen dokumentierten Fällen passiert es ungefähr so.
00:13:39: Die Menschen umgehen zunächst die Passagiersicherheitskontrolle komplett, sie suchen sich einen anderen Weg zum Beispiel über Zäune durch Servicebereiche oder überschlecht gesicherte Randbereiche besonders nachts oder an weniger frequentierten Flughäfen.
00:14:00: Ein kurzer Moment ohne Aufmerksamkeit kann schon reichen.
00:14:05: Und dann stehen sie plötzlich dort auf dem Rollfeld zwischen Flugzeugen, zwischen Fahrzeugen Bodenpersonal und genau das ist das Verrückte.
00:14:15: in diesem Moment fallen Sie oft gar nicht sofort auf!
00:14:21: Warum?
00:14:22: Weil Bewegung dort normal ist.
00:14:26: Menschen laufen herum Fahrzeuge fahren.
00:14:29: Wenn du selbstbewusst wirkst, gehst du manchmal einfach unter.
00:14:35: Aber wie findet man überhaupt das richtige Flugzeug für die gewünschte Rote?
00:14:41: Und jetzt wird es kritisch!
00:14:44: Denn die Person muss logischerweise ein Flugzeug wählen, dass bald startet und sich schnell entscheiden.
00:14:52: Denn am Gate selbst kommt man nicht mehr vorbei – also bleibt nur das Flugzeug direkt auf dem Vorfeld.
00:15:01: Kurz vor dem Start ist das Flugzeug am verwundbarsten Das Boarding ist abgeschlossen und die Türen sind zu, aber das Fahrwerk ist noch ausgefahren.
00:15:14: Und genau dort gibt es ein Moment in dem jemand hinein klettern kann In diesem extrem engen Raum voller Technik Absolut nicht dafür gemacht, dass dort ein Mensch ist.
00:15:30: Und das alles passiert in wenigen Minuten – genau zwischen End-of-Boarding, Pushback und Start!
00:15:41: Ein kleines Zeitfenster, das überleben und tot entscheidet.
00:15:47: Und hier wird klar, das ist kein geplante Ablauf, kein System sondern eine Kombination aus Verzweiflung, Zufall und Sicherheitslücken.
00:16:00: Und wie geht es auch der Crew oder dem Bodenpersonal damit?
00:16:05: Für Passagiere sind Flughäfen Orte des Reisens – aber für die Menschen, die dort arbeiten ist das einfach ein ganz normaler Arbeitsplatz!
00:16:16: Piloten, Techniker, Ramp Agents, Reinigungsteams.
00:16:20: Tausende Mitarbeiter bewegen sich jeden Tag rund um ein Flugzeug.
00:16:25: Für die Crew selbst ist dabei das Flugzeug natürlich im totalen Fokus.
00:16:31: Checklisten Abläufe Zeitdruck Der Blick geht nach innen In die Kabine ins Cockpit Aber eben nicht unter das Flugzeuge.
00:16:44: Das bedeutet, was im Fahrwerk passiert sieht dort oben niemand.
00:16:52: Ja die einzige Chance so etwas zu bemerken liegt beim Bodenpersonal Menschen, die direkt am Flugzeug arbeiten Beim Beladen, beim Pushback bei den letzten Checks.
00:17:06: Aber auch hier gilt eben alles ist getaktet Jeder hat seine Aufgabe Und niemand erwartet auch, dass sich dort ein Mensch versteckt.
00:17:18: Und genau deshalb werden viele dieser Fälle erst nach der Landung entdeckt.
00:17:24: Stell dir vor – Ein Flugzeug kommt an!
00:17:27: Alles läuft normal.
00:17:29: Aber plötzlich liegt da ein Mensch.
00:17:33: Für das Bodenpersonal ist es ein Schockmoment.
00:17:37: Etwas, was man nicht erwartet.
00:17:39: Etwa's auf das man nicht vorbereitet ist….
00:17:43: Für die einen ist es ein Flug, für die anderen der Moment den sie nie vergessen werden.
00:17:55: Wenn man sich diese Fälle anschaut stellt man sich eine entscheidende Frage – war das früher einfacher als heute?
00:18:04: Die Antwort ist ja!
00:18:07: Denn früher waren Flughäfen deutlich weniger gesichert.
00:18:12: Weniger Kameras, weniger Zäune Weniger Kontrollen.
00:18:17: Viele Bereiche waren einfacher zugänglich, und genau deshalb gab es damals mehr solcher Fälle.
00:18:25: Heute sieht das anders aus – moderne Flughäfen sind hochgesichert.
00:18:31: Kameras überall!
00:18:33: Zugangssysteme, strenge Sicherheitszonen.
00:18:37: Es ist also deutlich schwerer geworden überhaupt auf das Rollfeld zu gelangen Und trotzdem passiert es noch.
00:18:46: Selten, aber es passiert.
00:18:49: Warum?
00:18:50: Weil kein System perfekt ist!
00:18:54: Flughäfen sind riesig, komplex und überall dort wo Menschen arbeiten passieren auch Fehler.
00:19:03: Ja die Sicherheit ist besser geworden Aber sie isst eben nie bei hundert Prozent Und genau diese wenigen Prozent sind der Raum, in dem solche Geschichten entstehen.
00:19:24: Wo passiert so etwas überhaupt und warum?
00:19:28: Diese Fälle wirken extrem aber sie passieren nie komplett zufällig.
00:19:34: Ja es gibt bestimmte Regionen und Situationen in denen solche Versuche häufiger vorkommen.
00:19:41: Region mit wenig Reisefreiheit.
00:19:44: In vielen Teilen dieser Welt ist Reisen nicht selbstverständlich.
00:19:49: Während man also in Europa relativ frei fliegen kann, brauchen Menschen aus anderen Ländern oft Visa, Einladung oder finanzielle Nachweise.
00:20:00: und eben genau diese Hürden machen legale Reisen für viele nahezu unmöglich – Teile von Westafrika-Region im Nahen Osten und einige Länder in Südasien.
00:20:14: Für manche Menschen bedeutet das, der Flughafen ist zwar da aber doch unerreichbar.
00:20:23: Viele dieser Fälle entstehen auch aus einer anderen extremen Situation nämlich der politischen Instabilität, wirtschaftliche Not und fehlende Perspektiven.
00:20:36: Wenn wir Menschen das Gefühl haben keine Zukunft mehr zu haben Dann verändert sich unsere Risikobereitschaft.
00:20:45: Dinge, die für uns unvorstellbar sind werden plötzlich zur Option.
00:20:51: Es gibt mehrere dokumentierte Fälle in denen Menschen versuchten von afrikanischen Flughäfen aus nach Europa zu gelangen oft versteckt in Fahrwerken oder Frachträumen.
00:21:04: Viele dieser Geschichten endeten leider tragisch.
00:21:08: Aber gibt es statistisch gesehen hier wirklich Routen, die fokussiert werden?
00:21:13: Besonders häufig passieren solche Fälleauflügen von Afrika nach Europa.
00:21:19: Weil hier eben zwei Welten aufeinandertreffen – Nähe aber völlig unterschiedliche Lebensrealitäten!
00:21:28: Die Strecken mit den meisten konkreten realen Fällen bewegen sich zwischen Afrika und Europa, so was wie Nairobi nach London oder Nigeria nach Amsterdam oder auch Algerien nach Paris.
00:21:42: Und auch in Lateinamerika von Guatemala beispielsweise nach Miami oder von Cuba nach Florida.
00:21:50: Vorteil hier für die Stoways?
00:21:53: Kürzere Flugzeit!
00:21:55: damit auch eine niedrigere Flughöhe und dadurch eine erhöhte Überlebenschance.
00:22:02: Je kürzer der Flug, desto höher die minimale Überlebenschance.
00:22:08: Aber auch auf innerafrikanischen Routen passieren solche Vorfälle statistisch öfter – und das überrascht viele!
00:22:16: Aber es passiert, weil Flugzeuge und Strecken teilweise weiterfliegen beispielsweise von Johannesburg über Nairobi und dann weiter nach Amsterdam.
00:22:27: Auch in Südasien gibt es eine Route bei der man öfter von diesen Vorfällen liest – und zwar die Route von Kabul nach Delhi.
00:22:37: Im Großteil aller Fälle handelt es sich meistens um jüngere Personen, männliche Personen und sehr spontane Entscheidungen.
00:22:46: Der wichtigste Überlebensfaktor ist immer die Flugdauer.
00:22:51: Das ist wirklich entscheidender als die Route selbst!
00:22:55: Auf einer Kurzstrecke zwischen einer und drei Stunden hat man entsprechend höhere Überlebenschance, auf eine Langstreckel dagegen zwischen acht und zehn Stunden kann man sagen dass dieses fast immer tödlich endet.
00:23:10: Laut Daten, soweit man sie eben erheben kann sterben etwa seventy-seven Prozent aller Menschen die das versuchen.
00:23:19: Und wie bereits genannt sind es statistisch gesehen zumeist junge Männer zwischen vierzehn und sechsundzwanzig Jahren – und dann gibt es natürlich noch eine weitere unbequeme Frage.
00:23:33: Helfen manchmal Menschen am Flughafen eigentlich dabei?
00:23:38: Die ehrliche Antwort hierauf, in den meisten Fällen?
00:23:42: Nein.
00:23:43: Aber manchmal indirekt die Ja.
00:23:47: Flughäfen funktionieren über Routinen und genau diese Routine können dazu führen dass Dinge übersehen werden.
00:23:57: ein Beispiel jemand läuft selbstbewusst über das Vorfeld.
00:24:02: Die Mitarbeiter gehen davon aus ach der gehört dazu.
00:24:06: Am Flughafen wird nicht jede Person automatisch hinterfragt, sondern nur die, die auffällt.
00:24:14: Manche Storeways nutzen auch Bereiche, die eigentlich nur für Personal gedacht sind – also gezielt.
00:24:22: Catering-Zugänge, Wartungsbereiche, Serviceeingänge und wenn eben dort einmal eine Tür offen ist, reicht das!
00:24:32: In einigen wenigen Fällen gab es Hinweise, dass Mitarbeiter bewusst weggeschaut haben, oft natürlich gegen etwas Geld.
00:24:42: Vor allem an Flughäfen mit schwächeren Kontrollsystemen.
00:24:46: aber das sind absolute Ausnahmen.
00:24:50: Sie zeigen auch dass Sicherheit immer von Menschen abhängt egal ob Zufall oder Lücke.
00:24:59: Am Ende beginnt jede dieser Geschichten gleich Mit einer Entscheidung.
00:25:11: Aber wie trifft ein Stowaway-Final seine kurzfristige Entscheidung?
00:25:16: Stell dir vor, du stehst außerhalb eines Flughafens.
00:25:21: Du hast kein Ticket, keine Dokumente aber du willst weg egal wohin!
00:25:31: Du beobachtest den Flughafen stundenlang und du siehst Mitarbeiter kommen und gehen Fahrzeuge fahren durch Tore, Flugzeuge rollen über das Vorfeld und irgendwann erkennst du etwas.
00:25:50: Ein Muster!
00:25:52: Du suchst dir kein bestimmtes Land aus und auch keine Airline.
00:25:57: Du sucht dir eine Möglichkeit ein Flugzeug dass bald startet eines das erreichbar ist.
00:26:07: Vielleicht steht es etwas abseits, vielleicht ist gerade viel in Bewegung.
00:26:13: Vielleicht schaut gerade auch niemand hin und genau dann passiert es.
00:26:19: Ein kurzer Moment ein Tor ist offen eine Person dreht sich weg Und du gehst los.
00:26:28: nicht rennen sondern ruhig eben so als würdest Du dazu gehören.
00:26:35: Du bist plötzlich auf dem Rollfeld einer von ihnen, zwischen Flugzeugen.
00:26:41: Und niemand hält dich auf weil niemand erwartet dass du dort bist!
00:26:48: Du erreichst das Flugzeug es ist laut hektisch und du hast nur Minuten.
00:26:57: dann triffst du die Entscheidung.
00:27:00: keine Garantie kein Plan Nur Hoffnung Und ein Risiko ist, dass größer ist als alles andere.
00:27:18: Aber ihr seht selbst in hoch entwickelten Ländern wie den USA gab es solche Fälle wie der Junge aus Kalifornien Das zeigt.
00:27:28: Es geht eben nicht nur um Geografie sondern auch um individuelle Situation.
00:27:35: aber warum ausgerechnet Flugzeuge?
00:27:40: Weil sie etwas symbolisieren Geschwindigkeit, Distanz.
00:27:47: Ein neues Leben in wenigen Stunden.
00:27:51: Ein Schiff braucht schließlich Tage oder Wochen ein Flugzeug nur ein paar Stunden und genau das macht es so verlockend.
00:28:02: aber hier liegt auch die Tragik.
00:28:05: Die Vorstellung ist ich schaffe es ins Flugzeug und dann bin ich frei extrem lebensgefährlich.
00:28:16: Und in den allermeisten Fällen endet es nicht gut.
00:28:21: Diese Geschichten sind nicht nur spektakulär, sie zeigen wie unterschiedlich unsere Welt ist.
00:28:29: Für die ein ist es Routine für die anderen eben die letzte Hoffnung.
00:28:43: Und wenn du selbst schon einmal etwas Unglaubliches am Flughafen erlebt hast, dann schick mir deine Story.
00:28:51: Vielleicht wird's die nächste Folge von Airport Stories?
00:28:55: Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit – always happy landings und wir hören uns in vierzehn Tagen wieder!
00:29:04: Wenn ihr in der Zwischenzeit fliegt, dann denkt mal dran wie gemütlich euer Sitz im direkten Vergleich so sein kann… Ja, selbst im hinteren Teil der Maschine und auch wenn die Beinfreiheit mal wieder suboptimal ist.
00:29:19: Das war für heute Airport Stories.
00:29:22: Folge drei – und glaubt mir, die nächste Geschichte wartet schon auf euch!
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